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Sieben Kernaussagen zum Klimawandel
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- Durch menschlichen Einfluß haben die Treibhausgase in
der Atmosphäre Konzentrationen erreicht, die für die
letzten Jahrmillionen beispiellos sind. Insbesondere Kohlendioxid
ist von 280 ppm (Millionstel der gesamten Lufthülle) im Jahr
1750 auf heute etwa 380 ppm angestiegen. Dadurch wird der Erde
ein massiver zusätzlicher Treibhauseffekt aufgezwungen.
- Wirtschaftet die Menschheit so weiter wie bisher, könnte
sich unser Planet bis zum Jahr 2100 um 5 °C erwärmen.
Dies ist in etwa die natürliche Temperatur-differenz zwischen
einer Eiszeit und einer Warmzeit. Da wir uns gegenwärtig
schon in einer Warmzeit befinden, steuerten wir direkt auf eine
„Heißzeit" zu.
- Die Langzeitfolgen wären ein Meeresspiegelanstieg im 30-50
Meterbereich und eine massive Versauerung der Ozeane, die einem
Abfall des marinen ph-Werts von 8,2 auf 7,7 entspräche.
- Außerdem kann ein ungebremster Klimawandel eine Reihe
von „Kippschaltern“ im Erdsystem (wie den Amazonasregenwald,
das El Nino-Phänomen oder den Indische Monsun) umlegen und
die Betriebsweise ganzer Subkontinente und Meeresbecken auf den
Kopf stellen. Sich gegenseitig aufschaukelnde Wechselwirkungen
könnten schließlich sogar einen „galoppierenden
Treibhauseffekt“ auslösen.
- Es besteht jedoch die Möglichkeit, solch einen gefährlichen
Klimawandel zu vermeiden, indem die globale Erwärmung auf
höchstens 2°C begrenzt wird. Dies bedeutet insbesondere,
daß die Konzentration atmosphärischer Treibhausgase
langfristig 400 ppm C02-Äquivalente nicht übersteigen
darf.
- Dies wiederum erfordert die Reduktion der zivilisatorischen
Treibhausgas-emissionen im 21. Jahrhundert um etwa 1% pro Jahr.
Neuste sozioökonomische Analysen haben gezeigt, daß
die entsprechenden Maßnahmen das globale Wirtschaftswachstum
bis 2100 um nur 3 Monate verzögern würden, wenn die
technischen und institutionellen Innovationspotentiale ausgeschöpft
würden.
- Die Begrenzung der Erwärmung auf 2 °C und die Anpassung
an den Restklimawandel erfordern nichtsdestotrotz eine globale
„Kulturrevolution“, bei der Stadt- und Landleben neu
definiert werden müssen.
- Quelle: http://www.pik-potsdam.de/
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